Dekorativer Nebel im Hintergrund Dekorativer Nebel im Hintergrund

Genug ist genug - Reduktion im Designprozess

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Genug ist genug!

Wenn Klarheit wichtiger wird als Vollständigkeit.

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Es gibt einen Moment im Gestaltungsprozess, in dem man merkt, dass man nicht mehr alles zeigen muss.
Nicht, weil etwas fehlt. Sondern weil genug da ist.

In den letzten Tagen habe ich viel über Struktur nachgedacht.
Über Filter, Kategorien, Pills, Labels.
Über all die Möglichkeiten, Inhalte einzuordnen, zu erklären und abzusichern.
Und irgendwann kam eine leise Entscheidung: Ich lasse etwas weg.

Weglassen als bewusste Entscheidung.
Die Pills bei meinen Projekten wären möglich gewesen. Aber sie hätten Unruhe reingebracht.
Nicht, weil sie falsch sind. Sondern weil sie im Moment nichts Neues erzählen.

Klarheit entsteht nicht dadurch, dass man jede Option nutzt.
Sondern dadurch, dass man auswählt.

Lange Zeit habe ich geglaubt, dass gute Gestaltung möglichst viel erklären muss.
Dass alles beschriftet, eingeordnet und abgesichert sein sollte.

Heute fühlt sich das anders an.
Vollständig bedeutet für mich nicht mehr, alles auszuschöpfen, was möglich ist.
Sondern genau das zu zeigen, was dem Inhalt und den Menschen davor dient.

Filter sind da. Cards sind klar. Die Projekte sprechen für sich.
Mehr braucht es im Moment nicht.

Diese Entscheidung fühlt sich ruhig an.
Und genau das ist für mich ein gutes Zeichen.
Vielleicht ist Klarheit am Ende nichts anderes als Vertrauen –
in die eigene Struktur und in die Menschen, die sie nutzen.
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